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Kurfürstenstraße – Nürnbergerstraße. Google Maps. Street View as of June 2008
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Kurfürstenstraße – Nürnbergerstraße, Google Maps Street View, as of June 2008

Brand mit drei Toten in Berlin
– Brandschutz in Saunaclub seit 1981 nicht geprüft

07.02.17 | 21:00 Uhr

In dem abgebrannten Saunaclub in Berlin-Schöneberg ist der Brandschutz laut Bezirksamt seit 1981 nicht überpüft worden. Dabei hätten solche Kontrollen nach einem Umbau zwingend stattfinden müssen – und den gab es offenbar vor Kurzem.

Nach dem Brand in einem Saunaclub an der Kurfürstenstraße mit drei Toten gibt es Vorwürfe gegen die Betreiber. Möglicherweise wurden den Behörden Umbauten verschwiegen, so dass auch der Brandschutz nicht überprüft wurde.

So sagte der zuständige Baustadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Jörn Oltmann (Grüne), der rbb-Abendschau am Dienstag, der Saunaclub sei 1981 genehmigt worden – danach hätte nur noch "anlassbezogen" kontrolliert werden müssen.

Oltmann präzisierte: "Wir wissen inzwischen, dass es in der jüngeren Vergangenheit umfangreiche Umbaumaßnahmen gegeben hat. Aber Umbaumaßnahmen sind uns weder angezeigt, noch beantragt worden." Der Betreiber des Steamwork SaunaClubs war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Wie aus einem Interview hervorgeht, das das Schwulen-Magazin "Blu" u.a. mit dem als Firmenbetreiber genannten Marcel M. Ende 2016 führte, wurde im vergangenen Jahr unter anderem "das Untergeschoss komplett entkernt und Brand mit drei Toten in Berliner Saunaclub

Betreiber wurde nach rbb-Recherchen gekündigt

Gerüchte, wonach Männer in den Räumlichkeiten gewohnt und der Prostitution nachgegangen sein könnten, haben sich laut Polizei bislang nicht bestätigt. Polizeisprecher Thomas Neuendorf sagte dem rbb, zurzeit gebe es keine Hinweise, dass Sexualstraftaten vorliegen.

Laut Vermieter ist dem Betreiber zudem im Januar wegen nicht gezahlter Miete gekündigt worden.

Drei Männer getötet

In den Räumen des Sex- und Saunaclubs "Steam Works" waren am Sonntagabend drei Männer gestorben, vermutlich an Rauchvergiftungen. Unter den Toten sind laut Polizei ein 49-jähriger Italiener und ein 49-jähriger Spanier, die beide in Berlin wohnten. Die dritte Leiche ist noch nicht identifiziert. Ein 48-Jähriger kam schwer verletzt in ein Krankenhaus. Die übrigen rund 30 Männer, die sich in dem Club befanden, konnten sich in Sicherheit bringen.

Der verwinkelte Saunaclub erstreckt sich über das Erdgeschoss und den Keller. Zum Club gehören etwa 60 Kabinen mit Betten, die man für zehn Stunden mieten kann.

Wie Polizeisprecher Thomas Neuendorf dem rbb am Dienstag berichtete, befindet sich die größte Brandstelle in einer dieser Kabinen und der Decke darüber. Nun werde geprüft, ob ein technischer Defekt oder Fahrlässigkeit das Feuer auslöste. Nach rbb-Informationen war Rauchen in dem Club erlaubt. Vorsätzliche Brandstiftung schließt die Polizei inzwischen aus.

Feuerwehr mit 80 Einsatzkräften vor Ort

Die Feuerwehr war mit etwa 80 Einsatzkräften vor Ort. Sie sprach von schwierigen Löscharbeiten, weil der Club über viele kleine Räume verfügte, die aufgebrochen werden mussten. Der Club sei außerdem sehr dunkel gewesen und die Rauchgase hätten nicht abziehen können.

Die Flammen in dem Nachfolger des ehemaligen "Apollo-Splash-Club" breiteten sich nicht auf die darüberliegenden Stockwerke aus. Die restlichen Bewohner des Hauses, in dem sich auch eine Seniorenresidenz befindet, waren nicht betroffen. Dort waren lediglich die Treppenhäuser verqualmt.

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Die Mälzerei Pankow ist ein Gebäudeensemble in der Mühlenstraße 9 bis 11 im Berliner Bezirk Pankow. In der Mälzerei wurde bis 1945 auf industrielle Weise Malz für die Bierherstellung produziert. Die Schultheiss-Brauerei errichtete 1874 die ersten Bauten und erweiterte die Anlage bis 1902 mehrfach. Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten Teile der Mälzerei bis 1989 als Lager. Bei der Sanierung 2008 bis 2011 wurden die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zu Eigentumswohnungen umgebaut.