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Marzahn-Hellersdorf: AfD (23,6%) bekam 74 Wählerzweitstimmen mehr als die Linke (23,5%). „Das Ganze ist ein katastrophales Ergebnis. Das wird den Bezirk weit zurückwerfen“, kommentierte Bürgermeister Stefan Komoß (SPD) dieses Resultat …
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ABBILDUNG: Blumbergerdamm 6, Wahllokal 410, Marzahn-Hellersdorf, Zweitstimmen und Erststimmen

AfD hat in Hellersdorf mehr Stimmen als gedacht
In Marzahn-Hellersdorf war vor allem die AfD erfolgreich. Für das Abgeordnetenhaus holten die Rechtspopulisten die meisten Zweitstimmen aller Parteien im Bezirk. Aber es war knapp: Am Ende lagen die AfD mit 23,6 Prozent hauchdünn vor der Linken mit 23,5 Prozent. Der Vorsprung betrug 71 Wählerstimmen. Das hätte bei einer Überprüfung noch kippen können, stattdessen ist der Vorsprung jetzt sogar auf 74 angestiegen. Auf Bezirksebene erzielte die AfD mit 23,2 Prozent das zweitbeste Ergebnis für die BVV-Wahl und wird 15 Bezirksverordnete stellen. Das bedeutet, dass sie mit einem Stadtrat im Bezirksamt vertreten sein wird.

Interessant war auch der Wahlbezirk 409. Er gehört zum Wahlkreis 4, der die Gebiete Marzahn-Süd und Biesdorf umfasst. CDU-Stadtrat Christian Gräff hatte hier der Linken-Politikerin Regina Kittler das Direktmandat fürs Abgeordnetenhaus denkbar knapp abgerungen: mit 26,0 zu 25,9 Prozent oder 22 Stimmen Vorsprung. Der Stimmbezirk hätte die Verhältnisse umkehren können – stattdessen wurde festgestellt, dass Gräff zwei Stimmen mehr erhalten hat als ursprünglich gezählt, sein Vorsprung ist also noch angewachsen. Eine Nachzählung dieses knappen Ergebnisses war zu erwarten gewesen. Die Linken-Abgeordnete hatte am Mittwoch ihrerseits erklärt, Wahlkreis 415 nachzählen zu lassen.
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Im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat die AfD bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus die meisten Zweitstimmen geholt – hauchdünn vor der Linken. 19. September 2016, 19:41 Uhr
Am Tag danach hängen die Plakate der Parteien noch an Laternenpfählen zwischen Supermarkt, Plattenbauten und China-Imbiss am östlichen Stadtrand von Berlin. Der AfD-Slogan "Erst Schwerin, dann Berlin" ist bei der Wahl am Sonntag Realität geworden. Die Rechtspopulisten ziehen nun auch ins Landesparlament der Hauptstadt ein. Und im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf haben sie sogar die meisten Zweitstimmen erobert.

Aber wo sind die AfD-Wähler? Warum haben sie sich so entschieden? Am Montag reden in dem Bezirk eher die anderen – und suchen nach Erklärungen.

"So hat der Nationalsozialismus angefangen"
Rentner Jürgen Köhler schüttelt empört den Kopf. "Das ist eine Sauerei, so hat der Nationalsozialismus angefangen." Der 78-Jährige hat nicht damit gerechnet, dass in seinem Bezirk die AfD mit 23,6 Prozent der Zweitstimmen stärkste Partei wird – ganz knapp vor der Linken – und dann noch zwei Direktmandate holt. Eine Partei, die einen Schießbefehl gegen Flüchtlinge ins Spiel bringe – "das kann doch nicht richtig sein". Köhler wohnt hier seit 1987 in einem sanierten Plattenbau. Zu hören ist, dass viele linke Wähler im Clinch mit AfD-Anhängern liegen.

Am Einkaufscenter Eastgate hat ein 66-Jähriger eine andere Erklärung für die berlinweit 14,2 Prozent für die AfD: "Das ist alles Protest. Die Bewohner spielen doch keine Rolle mehr in der Politik. Berlin ist zur Partystadt verkommen." Ein 48-jähriger Außendienstler meint hingegen, die Wut über die Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe auch in Berlin zum AfD-Erfolg geführt. Jetzt sind die Rechtspopulisten in zehn Landesparlamenten vertreten.

Ein großer Teil des Bezirks mit heute knapp 260 000 Einwohnern wurde in der DDR im sozialistischen Wohnungsbau auf der grünen Wiese hochgezogen. Etliche Ältere, die als junge Familien damals eine der begehrten Plattenbauwohnungen mit Warmwasser und Zentralheizung bekamen, sind geblieben. Doch nach dem Mauerfall zogen auch viele weg, dafür kamen Tausende Russlanddeutsche. Inzwischen wohnen hier viele Menschen, die sich im Zentrum keine Wohnung mehr leisten können. Doch auch Gebiete mit Einfamilienhäusern und Gärten gehören zu Marzahn-Hellersdorf.

AfD im Osten erfolgreich
Wiederholt geriet der Bezirk wegen Angriffen auf Flüchtlingsheime in die Schlagzeilen. In den sozial schwächeren Gegenden im Ostteil Berlins ist das AfD-Wählerklientel groß. Doch auch in den West-Bezirken Spandau, Reinickendorf und im multi-kulturellen Neukölln waren die Rechtspopulisten erfolgreich.

Es seien nicht die Abgehängten, die AfD wählen, sagt Spitzenkandidat Georg Pazderski im rbb. Zu den künftigen Abgeordneten der AfD gehören Ärzte, Ingenieure, Unternehmensberater. Geht es nach Pazderski, soll Berlin "ein Aushängeschild für die Regierungs- und Leistungsfähigkeit der AfD" werden. Den Wahlerfolg erklärt der frühere Bundeswehroffizier so: "Was dem Bürger fürchterlich stinkt: dass er vor vollendete Tatsachen gestellt wird, dass er nicht gefragt wird."
Die Rechtspopulisten können mit 25 Abgeordneten ins Landesparlament einziehen. Fünf Politiker wurden direkt gewählt, neben den beiden in Marzahn-Hellersdorf auch in den Bezirken Lichtenberg, Pankow und Treptow-Köpenick. Rechnerisch kann die AfD sieben Stadträte in den zwölf Bezirksämtern stellen. Ob die anderen Parteien das verhindern und ob die AfD überhaupt genug Personal hat, ist noch offen.

Desinteresse oder Ignoranz wie bei Passanten am Eastgate ("Interessiert mich nicht" oder "dazu sag ich nichts") dürften aus Expertensicht nicht weiterhelfen, um mit dem politischen Phänomen AfD umzugehen. Politikwissenschaftler Hajo Funke meint, die Partei könnte durch ein linkes Regierungsbündnis entzaubert werden. Dafür müssten SPD, Grüne und Linke eine "gute Sozial-, Flüchtlings- und Wohnungspolitik machen" – das, was der rot-schwarze Senat nicht geschafft habe.
Am Helene-Weigel-Platz in Marzahn outet sich dann doch noch ein AfD-Wähler. "Ich hab nichts gegen Ausländer. Aber die Kriminellen müssen raus. Und es muss was übrig bleiben für die Deutschen – für Rentner und Kinder", sagt der 47-jährige Händler, der Werbung für Parfüm macht. Früher habe er SPD gewählt.
© nbu/dpa
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Zwei Direktmandate, ein Stadtrat: Die AfD hat in Marzahn-Hellersdorf einen großen Erfolg erzielt. 19.09.2016 Tagesspiegel
Die Wahl am Sonntag hat Berlin erschüttert – und das Epizentrum lag in Marzahn-Hellersdorf. Für das Abgeordnetenhaus holten die Rechtspopulisten die meisten Zweitstimmen aller Parteien im Bezirk. Das gab es sonst nirgendwo. Am Ende lagen die AfD mit 23,6 Prozent hauchdünn vor der Linken mit 23,5 Prozent. Der Vorsprung betrug 71 Wählerstimmen.

Zwei ihrer Kandidaten errangen Direktmandate für den Einzug ins Landesparlament. Jessica Bießmann ließ in Hellersdorf-Nord (Wahlkreis 3) Gabriele Hiller von den Linken mit 29,8 Prozent zu 28,1 Prozent hinter sich. AfD-Mann Gunnar Lindemann schlug im Wahlkreis 1 (Marzahn-Nord mit Ahrensfelde) Wolfgang Brauer mit 30,6 Prozent zu 28,7 Prozent. Es ist ein Debakel für den Linken-Politiker: Brauer hatte den Wahlkreis seit 1999 viermal in Folge direkt geholt. Auch die AfD-Bezirksvorsitzende Jeannette Auricht zog über die Liste ins Abgeordnetenhaus ein.

Der kleine Trost für die Linke: Mit 26,0 Prozent verteidigte sie den ersten Platz bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung. Doch sie musste in einem ihrer Stammbezirke erneut Anteile abgeben (2011 waren es noch 31,2 Prozent, 2001 für die PDS sogar 51,1 Prozent). Alles läuft auf Dagmar Pohle als neue Bezirksbürgermeisterin hinaus. Die Linke hat 16 Sitze in der BVV. Zusammen mit der SPD von Amtsinhaber Stefan Komoß (18,3 Prozent, 11 Sitze, ein Minus von 8,1 Prozentpunkten) und den Grünen (4,6 Prozent, 2 Sitze) könnte es für eine rot-rot-grüne Mehrheit von 29 der 55 Sitze im Kommunalparlament reichen.

Auf Bezirksebene erzielte die AfD mit 23,2 Prozent das zweitbeste Ergebnis für die BVV-Wahl und wird 15 Bezirksverordnete stellen. Das bedeutet, dass sie mit einem Stadtrat im Bezirksamt vertreten sein wird. "Das Ganze ist ein katastrophales Ergebnis", sagte Bürgermeister Stefan Komoß in einer ersten Reaktion. "Das wird den Bezirk weit zurückwerfen." Der SPD-Politiker hatte in den letzten Jahren mit seinen Kollegen von der Linken und der CDU viel dafür getan, Marzahn-Hellersdorf als modernen Bezirk zu positionieren, der wirtschaftlich wächst. Kurz vor der IGA 2017 ist nun das mühsam aufgebaute Image wieder gefährdet.

Marzahn-Hellersdorf Warum fühlen sich die Leute so abgehängt? von Sabine Rennefanz, 21.9.2016

Wenn man mit Anwohnern im Marzahner Norden spricht, will keiner die AfD gewählt haben. Worüber aber alle sprechen, ist der Frust, die Perspektivlosigkeit und das Gefühl, vom Boom der Stadt nicht zu profitieren.

Aufregen über Flüchtlinge

Da ist der 25-Jährige, der sich über die Verwahrlosung der Schulen und die Aggressivität der Kinder beklagt. Er selbst flog mit 14 von der Schule, weil er seinem Lehrer den Kiefer brach, sagt er. Er rappelte sich auf, verdient sein Geld als Wachschützer, doch viele seiner alten Klassenkameraden haben es nicht geschafft.

„Dafür haben die jede Menge Kinder, weil sie schon mit 14 angefangen haben.“ Da ist der 61-Jährige, der sich darüber aufregt, dass für Flüchtlinge Wohnungen gebaut würden, während im Stadtteil die Schulen verfallen und nicht mal mehr die Gehwege ordentlich geputzt werden.

Jeder Fünfte ist Migrant

Der Quartiersmanager André Isensee ärgert sich über das Medienimage der Marzahner Großsiedlung. „Der Stadtteil wird extrem verrissen“, sagt er. Der 35-Jährige leitet das Quartiersmanagement Marzahn Nord-West, das größte der Stadt, ist zuständig für 23.000 Menschen, quasi eine Kleinstadt.

38 Prozent leben hier laut Sozialbericht 2014 von Hartz IV, die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf Sozialhilfe angewiesen ist, liegt noch höher. Im Jahr 2016 zahlt der Bezirk insgesamt knapp 300 Millionen Euro an Transferleistungen.

Isensee sagt, die Gegend sei besser als ihr Ruf, es habe sich viel getan seit dem Sparkurs vom einstigen Finanzsenator Thilo Sarrazin, der festgelegt hatte, dass in der Verwaltung niemand mehr eingestellt werden durfte, bis die Zahl des Personals auf 100.000 geschrumpft war, was zu absurden Engpässen führte.
Was nutzen Projekte, wenn die Bürger sie nicht annehmen?

Der Quartiermanager schwärmt von den vielen Angeboten in der Nachbarschaft, dem Trimm-dich-Pfad, der kürzlich eingerichtet wurde, der Umgestaltung des einst trostlosen Barnimplatzes, der Schulsozialarbeit, dem Projekt, der Schulabbrechern bei der Jobsuche hilft.

Weitere Projekte sind geplant, dafür bekommt das Quartiersmanagement drei Jahre 270.000 Euro aus dem Förderprogramm Soziale Stadt. Doch was nützen die tollsten Angebote, wenn der Bürger nicht hingeht und stattdessen sich zu kurzgekommen fühlt?

Isensee gibt zu, dass es schwer sei, die Menschen zu erreichen. „Aktionen, die stattfinden, werden oft gar nicht wahrgenommen.“ Viele fühlten sich ohnmächtig, die AfD habe das geschickt ausgenutzt, indem sie die Flüchtlinge zu Sündenböcken aufbaute. Zwei Tage vor der Wahl hat der Direktkandidat, Gunnar Lindemann, eine Postwurfsendung herumgeschickt, lokale Themen ignorierte er.

Manche profitieren von den Flüchtlingen

Es heißt oft, die Ausländerfeindlichkeit in Marzahn-Hellersdorf sei hoch, obwohl es kaum Migranten gebe. Doch die Zahl der Migranten schwankt je nach Region sehr. Leben im bürgerlichen Kaulsdorf kaum Einwanderer, hat in Marzahn-Nord jeder Fünfte ausländische Wurzeln, vor allem russische, in Hellerdorf-Nord sogar jeder Dritte.

Dort sind in den vergangenen Jahren viele Rumänen und Bulgaren hingezogen. Außerdem sind im gesamten Bezirk mehrere Flüchtlingsunterkünfte im Bau.

Renate Schilling kennt das Klagelied von den Zukurzgekommenen, die den Flüchtlingen das Geld neiden. „Dabei profitieren einige selbst, weil sie ihre Wohnungen teuer an Flüchtlinge vermieten“, sagt die Leiterin des Stadtteilzentrums Marzahn-Mitte.

Die Gegend habe sich verändert, viele Leute, die sich die gestiegenen Mieten in der Innenstadt nicht mehr leisten können, seien an den Rand gezogen. Inzwischen gebe es kaum Zuzug. „Es gibt nur noch vereinzelt günstige Wohnungen“, sagt sie. Durch die steigenden Bevölkerungszahlen sind die nächsten Probleme programmiert, es fehlen Kita- und Schulplätze.

Der NPD gelang es, das Mikrofon zu ergreifen

Wenn man mit Renate Schilling spricht, bekommt man den Eindruck, dass auch die Fehler der Bezirkspolitiker zum Erfolg der AfD beigetragen haben. Besonders Bezirksbürgermeister Stefan Komoß (SPD) kommt nicht gut weg. Da geht es um Dinge wie die Sporthalle, die Komoß an vier Tagen nur noch für Frauen zugänglich machen wollte.

Ein scheinbar kleines Thema, das viele aufbrachte, weil kaum jemand den Sinn verstand. Auf einer Bürgerversammlung 2013 in Hellersdorf zum geplanten Flüchtlingsheim machte Komoß keine gute Figur, der NPD gelang es, das Mikrofon zu ergreifen. In der letzten Zeit, als es um die neuen Standorte für Flüchtlingswohnheime ging, habe Komoß gar nicht mehr das Gespräch gesucht, sagt Renate Schilling.

Auch die regelmäßige Stadtteil-Einwohnerversammlung schaffte das Bezirksamt ab. Komoß hat seinen Posten in der Wahl verloren. Seine Nachfolgerin wird wahrscheinlich Dagmar Pohle, die auch seine Vorgängerin war.

Enttäuscht vom Leben

Armut, Frust, Fehler in der Bezirkspolitik – reicht das, um den immensen Erfolg der AfD zu erklären? Oder ist es so, dass die Ostler empfänglicher für sogenannte einfache Wahrheiten sind?

Die Plattenbauten im Marzahner Norden wurden zwischen 1985 und 1987 bezogen, schon damals sei nicht auf soziale Mischung geachtet worden, sagt Wolfgang Brauer, der 17 Jahre lang den Wahlkreis im Abgeordnetenhaus vertrat und ihn jetzt an die AfD verlor.

In der Wendezeit engagierten sich viele politisch, doch die Gestaltungsmöglichkeiten endeten mit der schnellen Einigung abrupt, viele verloren ihre Arbeit, fanden sich im neuen Land nicht mehr zurecht. „Bei vielen setzte sich über die Jahre das Gefühl fest, letztlich entscheiden sowieso die da oben, da muss man sich nicht anstrengen, da kann man gleich die Verantwortung abgeben“, sagt Quartiersmanager André Isensee, der als Student seine Abschlussarbeit über Beteiligungsmöglichkeiten in Ostdeutschland geschrieben hat. Er spricht von einer „ostdeutschen Enttäuschungsgesellschaft“.

Kunst im Park: Wolf und Storch
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Es ist nicht ganz einfach herauszubekommen, welche Tiere das sein sollen. Meine erste Idee war Fuchs und Storch.
Auf der Website vom zuständigen Bezirksamt Treptow-Köpenick ist im Artikel Rosengarten im Treptower Park von „Wolf und Storch“ die Rede. Im Wikipedia-Artikel Treptower Park wird von Wolf und Kranich berichtet. Und dann gibt es noch den Bericht Rentner entdeckt Doppelgänger-Skulptur in Treptow. In diesem wird zuerst Fuchs und Storch erwähnt. Aber das Lichtenberger Bezirksamt spricht – weiter im Bericht – ebenfalls von Wolf und Storch.
Die Skulptur stammt von Stephan Horota.

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Ewig
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Ich habe es eilig und ich kenne den Weg. In weniger als 20 Minuten bin ich am Ziel. Gestern, vorgestern, eigentlich immer. Aber heute habe ich es besonders eilig. Und ich bin extra 10 Minuten eher losgefahren… Und jetzt stehe ich hier. 30 Minuten für den ersten Kilometer. Was ist los? Was ist heute anders? Eine Baustelle? Oder vielleicht ein Unfall oder eine Autopanne? Was habe ich vor einiger Zeit an einer Autobahnbrücke gelesen? "Du stehst nicht im Stau – Du bist der Stau!". Wann geht es endlich weiter? Heute dauert es ewig.

Fahrplan Atomausstieg by Bündnis 90 / Die Grünen
unfall gestern
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Fahrplan Atomausstieg
Die grüne roadmap für den Umstieg in eine lebensfreundliche Energieversorgung und ein schnelles Atom-Aus
Bündnis 90 / Die Grünen – Bundestagsfraktion

Die nukleare Katastrophe von Fukushima ist eine welthistorische Zäsur in der Energiepolitik.

Die Warnung vor den Gefahren der Atomenergie gehört zu den Gründungsimpulsen grüner Bewegungen weltweit. Für die Grünen in Deutschland stand das Ziel des Ausstiegs aus der Atomenergie an der Wiege der Parteigründung. Mit dem Atomkonsens ist es uns 2000/2001 – erstmals in Regierungsverantworlung – gelungen, den Ausstieg aus der Atomenergie politisch durchzusetzen und die Laufzeiten der bis dahin unbegrenzten Atomkraft zu befristen.

Wir haben immer dafür gekämpft, dass der Ausstieg aus der Atomenergie vor einem solchen Unfall stattfindet. Dennoch : Die nukleare Katastrophe von Fukushima stellt auch für uns Grüne einen Einschnitt dar. Wir sagen es offen heraus: Dass in einem Hochtechnologieland wie Japan eine parallele Kernschmelze in mehreren Reaktorblöcken begonnen hat, dass die Welt vor parallelen Super-GAUs steht, das war für uns unvorstellbar.

Für uns Grüne ist die Konsequenz klar: Wir müssen so schnell wie möglich aus der Atomenergie aussteigen, schneller auch als im rot-grünen Atomausstieg vorgesehen war. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat dagegen in einer historischen Fehlentscheidung die AKW-Lau fzei ten erst jüngst verlängert. Das muss zurückgenommen werden – und wir müssen den Umbau unserer Energiewirtschaft weiter beschleunigen.

Die Grünen streben an, das Atomzeitalter in Deutschland in der kommenden Legislaturperiode endgültig zu beenden. Das kann gelingen, wenn jetzt schnell die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Dazu bedarf es vor allem eines beschleunigten Ausbaus der erneuerbaren Energien, Investitionen in Energieeffizienz, Energieeinsparung und Energiespeicher sowie in die Modernisierung der Netze.

Jeder Tag des Zögerns und Zauderns ist ein verlorener Tag für die notwendige beschleunigte Energiewende und einen schnellstmöglichen Atomausstieg.

Die grüne Bundestagsfraktion legt hiermit einen Fahrplan für den Ausstieg aus der Atomkraft vor. Damit zeigen wir der Bundesregierung nicht nur, dass der vollständige Umstieg auf eine klima- und lebensfreundliche Energieversorgung möglich und der Einstieg ins Zeitalter erneuerbarer Energien machbar ist. Wir zeigen auch, wie er sofort in Angriff genommen werden kann. Denn nur, wenn wir jetzt entschieden handeln, werden wir erreichen, dass die Atomkraft bereits in wenigen Jahren vollständig abgeschaltet wird. Das Umweltbundesamt bestärkt uns in unserer Auffassung und hat ebenfalls ausgerechnet. dass der Atomausstieg unter Wahrung der Energiesicherheit und der Klimaschutzziele bis 2017 möglich ist.

Die Ereignisse von Fukushima mahnen uns, noch entschiedener, noch engagierter, noch realistischer umzusteuern. Die Zeit ist zu kostbar, um sie mit symbolischen Moratorien zu verschwenden.

Innehalten war gestern. Handeln ist heute. Unser Fahrplan zeigt, wie es geht.

So wie es für unseren alten Atomausstieg 2000 einen gesellschaftlichen Konsens gab, so gibt es heute eine breite gesellschaftliche Mehrheit für einen beschleunigten Atomausstieg und die schnellstmögliche Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien, auf Effizienz und Energiesparen. Unsere Roadmap ist auch ein Beitrag für die Festigung dieses Konsenses und den jetzt erforderlichen Prozess der gesellschaftlichen Selbstverständigung über ganz konkrete Schritte und Maßnahmen dieses schnellen Ausstiegs.

„niemand hat die absicht eine mauer einstuerzen zu lassen“
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Bernhardt-Nocht-Straße 85/87, St.Pauli

Köhler & von Bargen schafft Tatsachen;

Ist die Bauleitung des Bernhard Nocht Quartiers unfähig – oder war der Zusammenbruch der Brandschutzmauer bei dem denkmalgeschützten Haus gewollt?
Trotz massiver Bohrungen und Ausschachtungsarbeiten auf dem direkt angrenzenden Grundstück, war die Aussenwand des zur Sanierung bereiten Hauses nicht abgestützt und gesichert.
Bereits wenige Stunden nach dem "Unfall" beginnen die Investoren mit dem Abriss des ganzen Hauses. Nachbarn protestieren gegen "kalten Abriss". Die nächtliche Intervention des Denkmalschutzamtes stoppt den Abriss vorerst.

Protokoll des Aktionsnetzwerks gegen Gentrification – Es regnet Kaviar

Gestern, 17.02.2012, zwischen 8 und 9 Uhr, kracht mit Getöse die komplette Aussenwand des Hauses Bernhard Nocht Strasse 85 / 87 zusammen. Fassade und Teile des Bodens rutschen in die frisch daneben ausgehobene Baugrube.

Zum Glück kommen weder Passanten noch Bauarbeiter zu Schaden.
Die Strasse wird gesperrt.

Vormittags untersuchen Bauprüfer des Bezirks Mitte und Beamte des Denkmalschutzamtes den entstanden Schaden.

Genehmigt wird – um weitere Gefahr abzuwenden – die losen Stücke an der offenen Hausseite abzutragen und einen Überhang von Trümmern zu beseitigen. Die Wand soll wieder aufgebaut werden.
Schweres Gerät fährt auf.

Nach Einbruch der Dunkelheit beginnen hastige grobe Abbrucharbeiten mit grossem Kran. Bis 23.00 muss das ganze denkmalgeschützte Haus abgerissen sein – geben die Bauarbeiter Auskunft.
Nachbarn aus dem angrenzenden Haus mit anderem Besitzer, werden nicht informiert und sind äusserst besorgt.

Um 18 Uhr versammeln sich zahlreiche empörte Nachbarn an der Baustelle. Allgemein herrscht Verblüffung darüber, in welch rasanter Geschwindigkeit der "Unfall" eine Abrissgenehmigung produziert hat.
Nachbarn beobachteten schon Tage vor dem Einsturz der Mauer eine Absenkung des Bürgersteigs und wunderten sich, dass das Haus nicht abgestützt und geschützt wird.

Um 19:30 informiert ein Nachbar die Denkmalpflege über die nächtlichen Vorgänge auf der Baustelle. Dort ist man völlig überrumpelt von den Abrissarbeiten, denn tagsüber war vereinbart worden, dass das historische Treppenhaus in der Mitte des Gebäudes unbedingt zu erhalten ist.

Davon kann jedoch keine Rede sein: Ohne Rücksicht auf Verluste – und unter Aufsicht einer Bauprüferin des Bezirks Hamburg-Mitte – frisst sich der Bagger ins Haus hinein, reisst das Dach ab, bricht die schöne Fassade ein, beseitigt das historische Treppenhaus komplett. Erst mit Eintreffen einer Verteterin des Denkmalschutzamtes wird der illegale Abriss vorerst gestoppt.

Während sich Bauleiter, Statiker, Bauprüfer und Denkmalpfleger zur Beratung zurückziehen, wird die Menge der Protestierenden an der Baustelle immer größer. Eine spontane Kundgebung findet statt, Nachbarn veranstalten ein Konzert mit Kochtöpfen, Feuerwerkskörper fliegen in Richtung Abrissbagger.

Kurz nach 22.00 ist klar: in der Nacht dürfen die Abrissarbeiten nicht weitergeführt werden. Am heutigen Samstag um 10.00 wird die Situation vom Denkmalschutzamt überprüft und neu bewertet.

Auf Druck der Nachbarschaftsinitiative NoBNQ hatten die Investoren sich verpflichtet, das Haus zu sanieren, alle Mieter und die Kneipe zurückkehren zu lassen und für 10 Jahre die derzeitigen Mieten einzufrieren.

Es regnet Kaviar,
Hamburg-St.Pauli
18.2.2012

Nachtrag:

Heute morgen wurde der Abriss des eingestürzten Altbaus in der Bernhard-Nocht-Straße doch noch genehmigt. Das Gebäude ist inzwischen komplett abgerissen. Dabei hatten sich die Investoren in den damaligen Verhandlungen auf Druck der Nachbarschaftsinitiative NoBNQ verpflichtet, das Haus zu sanieren, alle Mieter und die Kneipe zurückkehren zu lassen und für 10 Jahre die derzeitigen Mieten einzufrieren. Durch den Einsturz des Gebäudes haben Köhler & von Bargen Fakten geschaffen

via: Leerstand zu Wohnraum | mietenwahnsinn.rechtaufstadt.net/

weiteres: mietenwahnsinn.rechtaufstadt.net/aktuell/baustopp-bnq

www.sos-stpauli.de

schöner Kommentar vom Abendblatt: www.mobil.abendblatt.de/hamburg/article2192754/Ein-Papier…

Cool Hotel Berlin Charlottenburg images

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Hotel Astoria
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Fasanenstraße, Berlin
Festival of Lights 2008 – Buildings in several parts of the city are illuminated

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Berlin Charlottenburg, Hindemithplatz
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Detail vom St. Georg-Brunnen, entworfen 1909 von Wilhelm Walter für das Hotel ‚Bayernhof‘.‘ Seit 1980 in Charlottenburg – nur ohne den St. Georg aus Bronze, der in der Nachkriegszeit abhanden gekommen ist.